Montag, 7. Juni 2010
Ein Wochenrückblick
In den letzten Tagen ist um uns herum einiges passiert: Wir waren wieder über die Grenzen Nordrheinwestfalens hinaus unterwegs, hatten einen außergewöhnlichen Altstadtnachmittag und zu guter Letzt noch die Ehre, auf einer Einweihungsparty zu spielen. Wir fanden, das ist einen kleinen Wochenrückblick wert! Wer keinen Bock hat, alles zu lesen: Es ist gegliedert in Tage!


Dienstag/Mittwoch: Marburg


Der Dienstag versprach viel: Wir kamen bei wunderbarem Wetter in Marburg an, entdeckten das „Felix“ in einer süßen, kleinen Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäuschen und fanden uns inmitten eines wirklichen Studentenortes wieder. Um nicht mit zu viel drum herum zu langweilen, sage ich direkt, dass es wieder ein echt nettes Konzert war! Und nett ist hier nicht der kleine Bruder von scheiße. Bei „unplugged“ trifft es dieses Wort nur wirklich viel besser. Es hat einfach Spaß gemacht, die Stücke zu spielen und auf diese akustische Art abzugehen und sich selbst anzutreiben (Ich weiß nicht, ob diesen Satz irgendjemand versteht =). Vielen Dank an dieser Stelle an die Leute, die gekommen sind, obwohl sie uns nicht kannten und uns dieses gute Gefühl gegeben haben! Vielen Dank auch an Tatjana und Bastian K., alte Schulfreunde von uns, die uns sowohl vor der Show freundlich empfingen, als auch nach dem Konzert noch ein wenig an die Hand genommen haben und uns die besten Kneipen Marburgs offenbarten. Da wäre unter anderem Bastis Favorit „Hinkelstein“. Dieser entpuppte sich als altes Kellergewölbe mit deutlich höherem Altersdurchschnitt. Wunderbar! Wir tranken unser Glas leer und gingen. Im Ernst: Wir sind euch natürlich dankbar für die nette Führung und dass ihr euch um uns gekümmert habt! Schade trotzdem, dass die beiden eingefleischten Marburger keine Lust mehr auf die von Ihnen selbst vorgeschlagene Mediziner Party hatten! Zum Glück war da noch ein Dritter, den WIR an die Hand nahmen und uns zu dem Club führen ließen. Dieser entpuppte sich als umfunktioniertes, mexikanisches Restaurant mit echtem Tapas Geruch zwischen den schwitzenden Tänzern. Wunderbar! Wir tranken unser Glas leer und holten uns noch drei. Im Ernst: Auch das war ein wunderbares Erlebnis, das wir auf einer Kamera festgehalten haben. Ob das Material veröffentlicht wird, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.Die letzte Station war dann das Hotelzimmer, das uns vom Veranstalter des Konzertes zur Verfügung gestellt wurde. Dieses entpuppte sich als zweistöckige Kleinwohnung mit echter, unheimlicher Abstellkammer. Wunderbar! Wir ließen unser Gepäck auf den Boden und uns ins Bett fallen. Im Ernst: Das Hotelzimmer war wirklich genial! Auf dem Esstisch empfing uns eine DvD mit dem Titel „Dreamgirls“, ein Kaugummiautomat, zwei Fernseher und wunderschöne weiche Betten. Am Morgen drauf war sogar noch das Frühstücksbuffet inklusive, bei dem wir die Ehre hatten, mit den tourenden Volksmusikern, den Klostertalern“ zu speisen (www.klostertaler.at)
haben noch nie so einen Luxus geboten bekommen und wollen hiermit nicht prahlen, sondern uns deshalb ganz herzlich bei dem Veranstalter bedanken! Wir hatten ein tolles Konzert, eine tolle Nacht und einen tollen Morgen. Vielen Dank an alle beteiligten: Axel R. (Auto),Tatjana K., Sebastian K. (beide: Führer und Freunde in Marburg), Felix und Peter (Inhaber von Konzert-Bar und Hotel), Publikum!


Donnerstag: Spontan feat. Die Blaue Frau

Das Wetter war immer noch herrlich, und es war Feiertag. Das heißt, die Leute haben frei, genießen ihren Ruhetag. Womöglich am Rhein in Düsseldorf. Für uns heißt das immer: Ein Chance, zu sehen, wie unsere Musik ankommt, eine Chance, Live zu spielen, ohne große Organisation zu benötigen. Also Sachen packen und los. Eigentlich war ja alles wie immer: Mal mehr, mal weniger Leute, die stehen blieben und die ein oder andere Münze reinwarfen. Aber als wir uns dazu entschlossen, ein kleines Kontert vor den Rheintreppen zu geben, lief uns diese Frau (unten in blau im Bild)

über den Weg, die während der gesamten Vorstellung auch nicht mehr von unserer Seite wich. Schade war, dass sie die ganze Zeit mit mir (Alex) als Sänger versucht hat zu reden.Ich konnte ihr aber leider nur Phrasen wie „Das ist der letzte Schnee hier“ oder „Wenn der letzte Tag vorbei geht, werde ich bei dir sein“ zurückwerfen. Gerade letzteres hat sie wohl dazu beflügelt, noch eine Weile mit mir weiter zu Quatschen. Nichtsdestotrotz war es nicht zuletzt wegen dieser im wahrsten Sinne „blauen Frau“ eine lustige Angelegenheit und hat das ganze Konzert nochmal bereichert. Ich glaube, das sieht man hier ganz gut =)Also, Frau Blau, wir hoffen Sie bald wieder zu treffen und Ihre tänzerischen Fähigkeiten nochmal in Anspruch nehmen zu dürfen! Vielen Dank für diesen außergewöhnlichen Nachmittag.

Samstag: Einweihungsparty bei Felix D.

Eigentlich hatten wir ja vor, uns in dieser kleinen feinen Wohnung mit unserem elektrischen Equipment aufzubauen und ein lautes Wohnzimmerkonzert zu geben. Aber das Wetter wollte einfach nicht schlechter werden und so wurde die ganze Party auf die Terrasse verlegt. Ob das jetzt einen großen Unterschied gemacht hat, darüber kann man sich sicher streiten, aber wir wurden deshalb dazu verpflichtet, akustisch aufzutreten. Da es eine von Felix Du. organisierte Einweihungsparty war, waren tatsächlich auch an die 60 Leute da, die Radau und Party gemacht haben. Schwer, da mit ein paar Akustik-Klängen gegen anzukommen, hat aber irgendwie geklappt! So saßen wir in mitten von Fackeln auf diesem Terrassen-Dach, vor uns die Leute, die bei Kein Liebeslied herzzerreißend und inbrünstig den Refrain nicht nur mitsangen, sondern auch schauspielerisch darboten (Ich denke da an Maria J., die unsere Texte so oft schon gestisch erweitert hat). Das war romantisch. Sehr. Vielen Dank an alle, die uns zugehört und eine CD abgekauft haben! Wir haben an dem Abend nicht nur ordentlich mitfeiern können, sondern auch nette Kontakte knüpfen und an einige bereichernde Gespräche führen können.


Soooo, Leute, das wars auch schon. Ich finde, das war eine sehr gelungende Woche. Wenn man mal bedenkt, dass wir wirklich viel zu fieren hatten: Alex hat seinen Zivildienst beendet, Felix genauso, David darf bei Netto jetzt eine Weste tragen und Tobi…hmm, bei dem hat sich nicht viel geändert, aber dafür ist Felix jetzt auch noch ein echter Netto-Mitarbeiter! Wunderbar! Im Ernst.

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Mittwoch, 28. April 2010
Wenn ich WIRKLICH wollte...
Wenn man einige Tage zu Hause bleibt und einfach nichts tut, kommen einem die seltsamsten Ideen. Und wenn der Sommer dabei immer näher rückt, werden sie noch verrückter. Mein Freund N. (www.blackbookofadiary.blogspot.com) schlägt mir z.B. in letzter Zeit mit zunehmender Ernsthaftigkeit immer wieder vor: „Lass doch heut Abend auf dein Dach legen.“ Bewusst ohne große Besonderheit ausgesprochen, relativ nüchtern und natürlich, damit mein eventuelles „Okay, komm vorbei!“ immer wahrscheinlicher wird. Oder einer der grandiosen Tipps, die ich online gefunden habe: „Bilde eine Leiter aus Menschen und klaue die Werbetafel eines Geschäfts, das du nicht ausstehen kannst“. Oder wie wär´s mit: „Baue ein Floß mit deinen Freunden und versuche von der Fährstelle in Lank-Latum schneller als die Fähre rüber nach Kaiserswerth zu gelangen!“ Oder: Versuche von deinem Rad zu springen und so lange es geht neben ihm herzulaufen, zeige Menschen unterwegs unauffällig den Mittelfinger, setz dich zu Fremden an den Tisch und fang an zu erzählen, kehr kurz zurück zu deinen Wurzeln und spiel mal wieder mit Lego, kämpfe mit deinem Lieblingshelden nochmal gegen die Mächte der Unterwelt,
leg eine Bananenschale in die Fußgängerzone,gehe so nah wie möglich Leuten hinterher, ohne dass sie dich bemerken, versuche jemanden zu hypnotisieren, schreib einen Brief an einen Freund, den du Jahre nicht gesehen hast –


Ganz „einfach“: Sprenge deinen sozialen Rahmen! Ob du das einfach nur tust, um Spaß zu haben und mit deinen Freunden abzuhängen, oder ob du es ernst meinst und dich überwindest, das zu tun, vor dem du schon lange total bocklos stehst, ist ja völlig egal. Zu wie vielen von den Ideen da oben gehört schon wirklich viel Mut? Zu keiner (außer zu der mit dem Floß vielleicht…) und man geht diesen süßen, entzückenden Verrücktheiten trotzdem nicht nach. Man muss sich mal überlegen, vor wie vielen Kleinigkeiten man schon den Schwanz einzieht. Vielleicht nicht aus Angst, aber vielleicht weil man sich immer auf die vermeintliche Ausrede „Wenn ich WIRKLICH wollte, dann könnte und würde ich auch!“ beruft. Was für ein Selbstbetrug. Ich merke doch, was ich an einem einzigen Tag alles will oder gerne tun würde. Und jedes Sitzenbleiben immer damit zu rechtfertigen, dass ich anscheinend doch nicht wirklich gewollt habe, ist doch gelogen. Wann will man denn schon mal WIRKLICH? Nur, wenns um so Brocken geht, wie den Job, die Schule, die Familie, das eigene Überleben? Sind es nicht auch manchmal diese kleinen Spielereien und Bagatellen, die das Leben erst lebenswert machen, es auffrischen und uns einen kleinen Stoß in Richtung Glück versetzen? Ist es nicht wert, auch ihnen einmal nachzugehen? Soviel gehört eigentlich nicht dazu. Und trotzdem bleibt man kleben.



Ich schau mal, ob ich Säge und Holz für das Floß finde – und wenn nicht, ob ich dann wieder zurück ins Bett gehe und das Ganze lieber verschiebe, weil es sich doch als zu aufwändig entpuppt, das Wetter ist ja auch doch gar nicht so schön…

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Freitag, 9. April 2010
Spontan und die Zukunft
Hey Leute,
nach einer langen Pause im Blog Bereich kommt heute ein kurzes, aber intensives Lebenszeichen aus dieser Ecke von uns. Unsere Internetaktivitäten mussten in den letzten beiden Monaten etwas zurückgehen, leider, aber wie wir schon bekannt gemacht haben zum größten Teil zu Gunsten neuer Songs. Die Nächte im Proberaum wurden länger, die Luft stickiger, aber die Lieder immer ausgereifter, sodass wir euch gestern bei unserem Akustik-Gig bereits alle präsentieren konnten.


Wir stecken im Moment alle in dieser Phase in der bestimmt auch viele von euch stecken und jeder Zweite einen fragt: „Und? Was machst du so danach?“ Dieses Thema trifft (vielleicht zu Recht?) immer wieder auf einen und ich verstecke mich langsam nicht mehr heimlich vor dieser Frage, sondern sage, dass ich keine Lust mehr habe, darüber zu reden. Viel davon steckt in den neuen Songs, viel von einem Scheinwiderspruch in der Pluralität dieser Gesellschaft, die einem einerseits - in dem sie einem ein unglaublich breit gefächertes Angebot an Möglichkeiten bietet – die größte Freiheit verspricht. Andererseits ist es aber genau diese Vielzahl, diese Unüberschaubarkeit des Angebots, die uns in die Aufgabe zwängt, sich so umfassend, gut und intensiv zu informieren, dass man sich auch ja für das Richtige entscheidet. So winzige Schritte liegen mittlerweile zwischen den Kanälen, dass man aufpassen muss, dass man nicht den falschen wählt. Ich weiß nicht, ob ich das gut finde. Ich weiß nicht, ob ich nicht manchmal lieber in dem kleinen Spar-Markt auf dem Land, weit weg von Stadt und Krach, einkaufen würde, wo ich im Tiefkühlregal nur zwischen zwei Buttersorten entscheiden muss, anstatt in der Metro, wo ich vor einem Dutzend verschiedener stehe, unter denen sich irgendwo DIE Butter für MICH versteckt. Aber vielleicht weiß ich diese Fortschritte auch nur noch nicht zu schätzen, vielleicht sind sie gerade der entscheidende Vorteil unserer Generation, vor dem man keine Angst haben, sondern mit dem man sich beschäftigen sollte. Vielleicht mach ich es mir zu einfach.


Jeder von uns wird am Ende seine Entscheidung treffen, wichtig ist – und das sehen wir in der Band wohl alle so - dass man sich von der Zeit, die diese Entscheidung nun mal fordert, nicht abschrecken lässt. Dass man diesen falschen Druck, dass wieder ein Jahr vergehen könnte, vielleicht zu den schlechten Klischees packen sollte, denen man nicht nacheifert, sondern gegen die man sich zu Gunsten seiner eigenen Zukunft entscheidet.

So, das war das Wort zum Donnerstag, relativ schwer, aber bestimmt nicht neu. Danach noch ein paar wirklich sehr schöne Nachrichten über den Musik und Textbereich hinaus, aus dem Bereich Merchandise von „Spontan“: Seit Neustem sind wir im Besitz von niedlichen Buttons mit vier unterschiedlichen coolen Motiven, die ihr im Shop oder natürlich bei uns Bandmitgliedern bekommen könnt. Außerdem gibt’s ab jetzt ein „Spontan“-T-Shirt, sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Auch hier gilt: Im Shop oder auf Konzerten erhältlich. Wie immer hat natürlich alles seinen kleinen Preis bei uns (Ja, es stimmt, Spontan ist jetzt „kommerz“ geworden ;), da auch wir leider noch kein Geld pressen können. Aber alles in einem echt fairen Rahmen und wenn ihr ganz geschickt seit, nehmt ihr eins unserer Set-Angebote wahr, wodurch ihr noch mal spart. Nicht zu vergessen sind die neuen Aufkleber mit neuem Aufdruck, die ihr absolut kostenlos von uns bekommt!

In diesem Sinne freuen wir uns, euch bei einem unserer nächsten Konzerte vielleicht nicht nur im Publikum, sondern auch am Merch-Stand zu sehen. Gelegenheit dazu habt ihr an folgenden Terminen:

23.April: Gemeindehaus
06.Mai: People Clubbar
10.Mai: Mataré Gymnasium

(nähere Infos auf unserer HP: www.spontanmusic.de)

Eure SPONTANs

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